Terminkalender

Wir weisen hier auf Veranstaltungen hin, die wir für interessant halten. Dabei muss es sich nicht unbedingt um eigene Veranstaltungen handeln, auch wenn kein Veranstalter genannt ist.

Für alle Veranstaltungen gilt, soweit nichts anderes angegeben ist:

Mitglieder von rassistischen oder neofaschistischen Parteien, Organisationen und Zusammenschlüssen sowie Personen, die uns als TeilnehmerInnen von rassistischen oder neofaschistischen Veranstaltungen und Aktionen bekannt sind, erhalten keinen Zutritt.


22.11.2017

Wir sind Juden aus Breslau

Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933

Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies

Protagonisten:
Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg.

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitistische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Die Weltpremiere fand im Rahmen der Kulturhauptstadt Europa am 6.11.2016 in Wroclaw statt.

Premiere in Deutschland war am 12.11. auf dem Filmfestival Cottbus. Seit 17.11. läuft der Film erfolgreich in den Kinos.

www.judenausbreslaufilm.de

Mittwoch, 22. November 2017, 20 Uhr
Lili-Service Kino
Wildeshausen


02.12.2017

Proteste gegen den Bundesparteitag der AfD

Aufruf zu den Protesten gegen den AfD Bundesparteitag in Hannover

Der 24. September 2017 markiert einen Einschnitt: Erstmalig seit Jahrzehnten sind Neonazis in den Bundestag eingezogen.

Die AfD hat sich in den letzten Jahren radikalisiert und sie scheint sich weiter zu radikalisieren. Der Nazi-Flügel gewinnt an Einfluss und kann ungehindert seine Provokationen vertreten.

Die AfD:

  • Will die Erinnerung an die Verbrechen des Deutschen Faschismus und des Holocaust tilgen.
  • Hetzt gegen Geflüchtete, Muslim*innen, Jüd*innen und andere Minderheiten in Deutschland
  • Fordert „Minuszuwanderung“, sprich Massendeportationen von Migrant*innen und Muslimen.
  • Spricht Muslim*innen das Recht auf freie Religionsausübung ab.
  • Vertritt ein reaktionäres Gesellschafts- und Familienbild und will Frauenrechte einschränken.
  • Tritt für eine Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft ein
  • Ist vielerorts mit der extremen Rechten verzahnt und beteiligt sich an Straßenmobilisierungen der extremen Rechten.

Auf ihrem Bundesparteitag in Hannover wird die AfD den zukünftigen Kurs abstecken und ihren Vorstand neu wählen. Ein weiterer Rechtsruck ist absehbar.

Wir werden verhindern, dass Rassist*innen für ihre Hetze noch weiteren Raum bekommen. Wir werden nicht zulassen, dass die AfD mit ihrem radikal rechten Programm noch weiter an Einfluss gewinnt. Deshalb nehmen wir den Parteitag der AfD zum Anlass, um gemeinsam mit tausenden Menschen gegen die menschenverachtenden Positionen dieser Partei zu demonstrieren und deutlich zu machen:

Wir stehen an der Seite von Geflüchteten, von Muslim*innen und von allen anderen, die rassistisch diskriminiert und bedroht werden, an der Seite von allen Minderheiten, die nach dem Willen der AfD systematisch benachteiligt und ausgegrenzt werden sollen. Wir treten ein für die Lehren aus den deutschen Verbrechen der Vergangenheit, die sich niemals wiederholen dürfen.

Daher rufen wir dazu auf, am 2. Dezember in Hannover gegen die AfD auf die Straße zu gehen. Unser Protest wird lautstark und vielfältig sein.

Aufstehen gegen RassismusAufruf des Bündnisses Hannover "bunt und solidarisch"

Sonnabend, 2. Dezember 2017, 11.30 Uhr
Theodor-Heuss-Platz